In Huttwil verbrachten die Berger Senioren ihre traditionelle Ferienwoche. 37 Personen genossen eindrückliche Tage im Emmental auf den Spuren Gotthelfs und der Täufer. Organisiert wurde die Woche von einem Team der Evangelischen Kirchgemeinde.
Von Pfr. Hanspeter Herzog
Das schmucke Städtchen Huttwil war Ausgangspunkt für viele Ausflüge auf den Spuren Gotthelfs. Am eindrücklichsten war die Glungge, der prächtige Bauernhof, auf dem in den 50er Jahren die Filme wie Ueli der Pächter gedreht wurde. Die Hofführung und ein Essen auf dem alten Heuboden versetzten sie Senioren in frühere Zeiten. Ebenso die Filmvorführung von Gotthelfs Meisterwerk „Geld und Geist“.
Die morgendlichen Andachten von Pfr. Hanspeter Herzog drehten sich um Johannes den Täufer. Dieser war denn auch die Brücke zu der bewegenden Täufergeschichte des Emmentals. Seit der Reformation haben sich hier Familien angesiedelt, die ihren Glauben in aller Bescheidenheit ausserhalb der Staatskirchen leben wollten. Sie wurden deswegen bis aufs Blut verfolgt und vertrieben. Die Geschichte eines solchen Täuferverstecks lernten wir in Trueb kennen.
Zum geselligen Beisammensein gehörten Spiel- und Jassrunden bis spätabends oder musikalische Leckerbissen mit Christian Wüthrichs Zither- und Handorgelklängen. Eine frohgelaunte Schar traf nach einer unvergesslichen Woche wieder in Berg ein. Nächstes Jahr führt die Reise nach Seewis, einer Sonnenterrasse im Bündner Prättigau.